Neue Versorgungsmodelle

Neue Versorgungsmodelle – die Zukunft ist heute

Neue Versorgungsmodelle und innovative Strukturen sind zentrale Herausforderungen für die Spitex der Zukunft. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die Überlegungen dazu interdisziplinär und durch die diversen Versorgungsbereiche hindurch stattfinden.

Die 230 Fachpersonen an der Spitex Fachtagung vom 19. März 2019 in Bern hörten den Referentinnen und Referenten gespannt zu, wie neue Versorgungsmodelle die Zukunft des Gesundheitswesens prägen und verändern werden. Fazit der Fachtagung: Die Branche hat längst erkannt, dass sie nur mit neuen Versorgungsmodellen und der Zusammenarbeit in Netzwerken der wachsenden Nachfrage an Pflege und Unterstützung gerecht werden kann. Dieser Trend führt bei den Spitexorganisationen zu immer mehr Arbeit.

Anderseits besteht in faktisch allen Kantonen ein Trend zu Sparmassnahmen. Entsprechend sehen sich Spitexorganisationen mit reduzierten Budgets konfrontiert.

Neue Versorgungsmodelle verändern die Aus- und Wieterbildung

Neben diesen beiden Trends kommt verschärfend hinzu, dass im Bereich der Pflege ein akuter Mangel an Fachkräften herrscht. Mehr Arbeit, weniger Geld und ein Mangel an qualifizierten Fachkräften führt in vielen Fällen dazu, dass die Weiterbildung vernachlässigt wird. Dadurch fehlt die wichtige regelmässige Vertiefung und Aktualisierung des Fachwissens – und somit oft schlicht und einfach die Möglichkeit Zeit zu finden, um Mitarbeitende gemeinsam in der Gruppe zu schulen. Eine mögliche Lösung zur Entschärfung dieses Problems bietet das selbständige Lernen mittels Online-Kursen. Bei dieser Form der Weiterbildung können «Leerzeiten» zwischen zwei Terminen optimal überbrückt werden. Das Lernen wird dabei mit Modulen in kurze Sequenzen von 2-10 Minuten eingeteilt. Und vor allem, jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann unabhängig von Ort und Zeit lernen, dann wenn sich ihr oder ihm die Möglichkeit bietet. Die Koordination von Personal und Schulungsräumen entfällt.

Angehörige für die Pflege instruieren

Neue Versorgungsmodelle beinhalten auch Entlastungskonzepte durch Angehörige. Spitexmitarbeiterinnen und Spitexmitarbeiter sind für diese privaten, ungeschulten Betreuungspersonen erste und oft einzige Ansprechperson, wenn es um korrekte Verhaltensweisen bei einer Krankheit geht.

Der neue Online-Kurs von rissip «Erreger in der Pflege» bietet das Grundlagenwissen für die Pflegenden. Die vielen Tipps rund um das Thema Krankheitserreger können an die Angehörigen weitergegeben werden und damit zu mehr Sicherheit bei der Anwendung führen.

Eine der grundlegenden Hygienemassnahmen im privaten Haushalt ist das regelmässige Waschen der Hände. Allerdings gibt es hochansteckende Krankheitskeime wie den Norovirus, wo dies nicht ausreicht. Hier müssen zusätzlich Händedesinfektionsmittel eingesetzt werden, damit nicht innert kürzester Zeit alle Personen im Haushalt damit kontaminiert sind. Und was für die Gesunden im Haushalt lediglich höchst unangenehme Folgen hat, kann für geschwächte und kranke Personen zu schwerwiegenden Komplikationen oder gar zum Tod führen.

Denn auch dies ist eine wesentliche Erkenntnis, welche dem Kurs zu entnehmen ist. Viele Bakterien und Krankheitserreger sind allgegenwärtig und für Gesunde harmlos. Für Kranke aber, die zum Beispiel Antibiotika einnehmen müssen, verändert sich die Situation. Was noch vor kurzer Zeit vom Körper abgewehrt wurde, wird plötzlich zum schwerwiegenden Gesundheitsproblem.

Neuer Online-Kurs

In diesen Fällen ist es besonders wichtig die richtigen Verhaltensweisen bezüglich der Hygiene im Haushalt und bei der Pflege zu kennen und zu befolgen.

Erreger Kurs online

Entsprechend strukturiert ist der neue Erregerkurs. Er profitiert von den Erfahrungen und dem Qualitätsmanagement der Spitex der Stadt Luzern, welche den Kurs selbst zur Schulung der Mitarbeitenden einsetzt – als Ergänzung zum Grundlagenkurs Hygiene, welcher der Organisation auch als Hygienekonzept dient.

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Wichtige Erreger in der Spitex-Pflege

Wichtige Erreger in der Spitex-Pflege In diesem Onlinekurs werden die wichtigsten Erreger im Pflegebereich und die entsprechenden Schutzmassnahmen vorgestellt.

 

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Armin Riebli
Autor
Armin Riebli
Über:
Armin Riebli, eidg. dipl. Kaufmann, Ausbilder mit eidg. FA und zertifizierter Innovationsmanager ist Experte für Schulungslösungen mit Langzeitwirkung. Dabei liegt der Fokus auf der bestmöglichen Kombination von Schulungsformen und -methodik für die Teilnehmenden. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Bereichsleiter für Firmenkunden (B2B). Armin Riebli ist heute tätig als Geschäftsleiter des Blended-Learning-Spezialisten rissip. Daneben gibt er sein Wissen als Trainer weiter. Seine Spezialthemen sind Verhandlungstraining, Kundenbegeisterung und Kommunikation.
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