Weiterbildung erfordert Weitblick

Wettbewerbsvorteil Weiterbildung

Weiterbildung hat aus verschiedenen Gründen in Unternehmen nicht den verdienten Stellenwert. Ein zu kleiner Betrieb, Zeitmangel und Kosten werden als hauptsächliche Hinderungsgründe angegeben. Gerade bei Kleinunternehmen fehlt daher meist eine Weiterbildungsstrategie. Manch ein KMU übt sich gar gänzlich in Abstinenz. Weshalb sich die Investition in Weiterbildung – gerade für KMU – lohnt und warum ein klares Konzept zielführender ist als «Hauruck-Lösungen».

Wie gelingt es einem Unternehmen, die Mitarbeitenden vorausschauend schon heute für die Anforderungen von morgen zu qualifizieren? Wie lassen sich Kompetenzlücken schliessen, damit die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt? Es reicht nicht aus, mal eben ein günstiges Firmenseminar zu buchen. Eine solch kurzfristige Massnahme entfacht im besten Fall ein Motivationsstrohfeuer, einen Wettbewerbsvorteil verschafft sich ein Unternehmen so aber nicht. Wer mit einem langfristigen, auf die Unternehmensstrategie abgestimmten Weiterbildungskonzept agiert, beweist strategischen Weitblick. Und qualifiziert sich als Arbeitgeber, bei dem die Mitarbeiter motiviert und fähig sind, ihr Bestes zu geben.

Saubere Auslegeordnung als erster Schritt
Meldet ein Mitarbeiter einen Ausbildungswunsch an, wird er möglicherweise an einen Kurs geschickt. Der Nutzen aber wird oft nicht genügend genau hinterfragt. Für den langfristigen Erfolg sollten sich die Weiterbildungswünsche der Mitarbeiter mit den unternehmerischen Zielen decken. Damit diese Übereinstimmung erfolgen kann, braucht es eine saubere Auslegeordnung, eine passende Analyse. Sie erfolgt am besten in Zusammenarbeit mit einem Ausbildungsrofi. Während dieser Phase ermittelt das Unternehmen die vorhandenen und benötigten Kompetenzen. Dank der Analyse wird klar, welche Kompetenzen es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen und wie diese zielgerichtet gefördert werden können.

Die Zukunft gestalten und Fortbestand sichern
Betriebliche Weiterbildung ist ein zukunftsgerichtetes Instrument zur Unterstützung des erfolgreichen Fortbestands des Unternehmens. Richtig eingesetzt, fördert es die Mitarbeitenden, aktuelle und auch kommende Unternehmensziele zu erfüllen. Gerade die Digitalisierung ist ein so rasanter Veränderungsturbo, welcher die Weiterbildung besonders notwendig macht, um auf der Höhe der Zeit zu agieren. Weitsicht und kluges Antizipieren ist darum oft besser als rasches Handeln. Fliessen Unternehmensziele und -strategie ins firmenspezifische Weiterbildungskonzept ein, wird die langfristige Absicht mit guten Resultaten belohnt, weil zukünftige Entwicklungen vorausschauend und aktiv angegangen werden können.

90% der Ausbildung findet am Arbeitsplatz statt
Weiterbildung kostet. Es muss aber nicht immer ein Kurs sein. Ein Weiterbildungskonzept bedeutet auch, dass Lernen am Arbeitsplatz, gemeinsames Entwickeln von Lösungen und Fleissarbeit bei der Wissensaneignung an die Möglichkeiten des Betriebs angepasst werden. Ist ein Budget vorhanden und sind die Entwicklungsziele klar, wird ein gewiefter Weiterbildungsspezialist geeignete Massnahmen definieren, ohne den Budgetrahmen zu sprengen. Ein oft angewandtes Modell ist die 70-20-10-Methode, bei der das Lernen am Arbeitsplatz den grössten Anteil einnimmt. Dabei werden die Mitarbeitenden so lange wie möglich im Arbeitsprozess ausgebildet, weil dies die mit Abstand wirkungsvollste Art des betrieblichen Lernens darstellt. Die bestehenden internen Ressourcen und Materialien werden als kostengünstige Basis eingesetzt und punktuell mit passenden externen Weiterbildungsdienstleistungen ergänzt.

Investition, die sich langfristig auszahlt
Oft wird die Überprüfung des Wissenstransfers dem Zufall überlassen. Ein guter Weiterbildungspartner ist interessiert daran, den effektiven Erfolg in der Praxis nachzuweisen. Denn wirkungsvoll ist Weiterbildung nur, wenn das Gelernte auch im Arbeitsalltag angewendet werden kann und zu mehr „3 E“ führt – Effizienz, Effektivität und Erfolg.

Fazit
Weiterbildung ist ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Investiert ein Unternehmen in seine Mitarbeitenden, sichert es seine Fachkompetenz und optimiert die Leistungserbringung. Kunden danken es dem Unternehmen durch höhere Zufriedenheit – Mitarbeitende durch Motivation und Treue. Es ist also zielführend und sinnvoll, schon früh an später zu denken.

rissip unterstützt und begleitet Sie bei der Erarbeitung eines Weiterbildungskonzepts. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Photo: Samuel ZellerUnsplash

Armin Riebli
Autor
Armin Riebli
Über:
Armin Riebli, eidg. dipl. Kaufmann, Ausbilder mit eidg. FA und zertifizierter Innovationsmanager ist Experte für Schulungslösungen mit Langzeitwirkung. Dabei liegt der Fokus auf der bestmöglichen Kombination von Schulungsformen und -methodik für die Teilnehmenden. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Bereichsleiter für Firmenkunden (B2B). Armin Riebli ist heute tätig als Geschäftsleiter des Blended-Learning-Spezialisten rissip. Daneben gibt er sein Wissen als Trainer weiter. Seine Spezialthemen sind Verhandlungstraining, Kundenbegeisterung und Kommunikation.
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