Kooperation: Menschen halten Fäuste zusammen und bilden einen Stern

Kooperation – Erfolgsfaktor der Digitalisierung

Eine Fähigkeit zeichnet den Menschen besonders aus: Er kann kooperieren. Nicht nur das: Er will es in der Regel auch. Kreativität, Agilität und Innovation entstehen oft in Zusammenarbeit. Alleingänge bringen in der heutigen Zeit selten den gewünschten Erfolg. Warum eine clevere Kooperation zukunftsweisender ist als unerbittlicher Konkurrenzkampf.

Die Digitalisierung führt es uns fast täglich vor Augen: Es reicht nicht mehr, wenn ein Unternehmen ausschliesslich auf seine Stärken vertraut. Nur wer offen für neue Wege ist, kann im hart umkämpften Markt seiner jeweiligen Branche bestehen. Erfolgsversprechende Strategien sind: Kooperation und Kollaboration (Unterschied). Auf den ersten Blick sind sie zwar mit Anstrengung verbunden, sie bieten aber einen fruchtbaren Boden für innovative Lösungen. Wem es gelingt, eine komplementäre Partnerschaft einzugehen, wird sein Geschäftsmodell bereichern und neue Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft erkennen.

„Drum prüfe, wer sich bindet!“
Partnerschaften zur gemeinsamen Zielerreichung kommen manchmal zufällig zustande, häufig sind sie aber das Resultat von vorsichtigen Abklärungen und genauen Analysen. Damit gemeinsame Projekte nicht an unrealistischen Zielsetzungen der Partner scheitern, gilt es, folgende Punkte zu beachten, um erfolgreich zusammenzuspannen:

  • Können beide Partner von der Kooperation oder der Kollaboration profitieren? Nur bei einer Win-Win-Situation werden sich beide Partner mit dem gleichen Engagement einbringen.
  • Bewegen sich die Erwartungen in ähnlichem Rahmen? Wenn beide Partner die gleichen Vorstellungen haben, gibt es keine Enttäuschungen.
  • Ist das Ziel klar? Es ist wichtig, klar und schriftlich festzulegen, was die Kooperation bringen soll.
  • Sind Aufgaben und Kompetenzen geklärt?
  • Wird regelmässig und transparent kommuniziert? Eine gute Kommunikation ist das A und O einer erfolgreichen Kooperation?
  • Wie ist die Erfolgsbeteiligung geregelt? Ein wichtiger Punkt, den es zu Beginn festzulegen gilt.

Motive für Kooperationsentscheidungen
Die Motive, die Unternehmen veranlassen, eine Kooperation (und/oder eine Kollaboration) einzugehen, sind unterschiedlich. Die folgende Infografik aus dem Dokument «Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-ups» der Studienserie «Erfolgsfaktoren im Mittelstand» von Deloitte zeigt die häufigsten Motive von KMU und Start-ups:

Infografik Kooperationen

Eine Kooperation ist immer ein Abenteuer. Sie wird aber belohnt, wenn die Chemie zwischen den Partnern stimmt und beide Parteien von einem Vertrauensvorschuss profitieren.

Zusammenarbeit im Interesse der Kunden
Kooperationen über Fachgebietsgrenzen hinweg verkürzen den Weg für den Kunden zur bestmöglichen Lösung. Durch konsequente Orientierung am individuellen Kundennutzen finden Unternehmen schneller, günstiger und sicherer ihr passendes, massgeschneidertes Lösungspaket. Umso mehr lohnt es sich, die beste Kombination aus den verschiedenen Angeboten zu überprüfen und neu zusammenzustellen.

Kompetenz aneignen statt Wissen anhäufen
Im Buch «So werden wir lernen!» (Erpenbeck & Sauter, 2013) stellen die Autoren Hypothesen für das Lernen in der Zukunft auf, um den Ansprüchen von kooperativen und kollaborativen Arbeitsmodellen gerecht zu werden:

  • Der Erwerb von Kompetenzen wird gegenüber dem Aufbau von Wissen und Qualifikationen weiter zunehmen.
  • Gelernt wird das, was gerade ansteht (bedarfsorientiertes Lernen). Die Mitarbeitenden setzen sich in Absprache mit dem Unternehmen oder dem Vorgesetzten Kompetenzziele, organisieren sich jedoch weitgehend selbst.
  • Statt Personalentwicklungsfachleuten werden Kompetenzmanager das Lernen begleiten, und die heute üblichen Trainer werden zu Mentoren.
  • Motivation und Emotion sind die Haupttreiber der Kompetenzentwicklung.
  • Die technischen Möglichkeiten der Zukunft schaffen neue, spannende Formen des Lernens, zugleich muss dem Verlust der persönlichen, sozialen Kontakte entgegengewirkt werden.

Das bedeutet für Anbieter von Schulungsdienstleistungen, dass sie idealerweise ebenfalls Kooperationen eingehen, um die besten Trainer, die geeignetsten Inhalte und die attraktivsten Werkzeuge zum selbständigen Lernen zur Verfügung zu stellen. Dieses Kooperationsmodell praktizieren rissip und die Klubschule Migros seit über 3 Jahren, um den Unternehmenskunden massgeschneiderte Lösungen anbieten zu können (Kursbeispiel).

Fazit
Die Ziele, die mit gebündelten Kräften erreicht werden sollen, mögen je nach Unternehmen unterschiedlich sein. Entsprechend zahlreich sind die verschiedenen Modelle zu Kooperation und Kollaboration. Erfolgreich ist die Zusammenarbeit dann, wenn möglichst viele gewinnen – und alle Parteien ihre Stärken ausleben können. Denn wie im Privatleben, gilt auch für eine Kooperation: Wenn ein Partner versucht, dem anderen etwas aufzuzwingen, geht die Sache schief.

Haben Sie Interesse an einer Kooperation oder an einer Beratung durch rissip? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Bild: rawpixel.com auf Unsplash

 

Armin Riebli
Autor
Armin Riebli
Über:
Armin Riebli, eidg. dipl. Kaufmann, Erwachsenenbildner (SVEB 1) und zertifizierter Innovationsmanager ist Experte für Schulungslösungen mit Langzeitwirkung. Dabei liegt der Fokus auf der bestmöglichen Kombination von Schulungsformen und -methodik für die Teilnehmenden. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Bereichsleiter für Firmenkunden (B2B). Armin Riebli ist heute tätig als Geschäftsleiter des Blended-Learning-Spezialisten rissip. Daneben gibt er sein Wissen als Kursleiter beim rissip-Partner, der Klubschule Migros, weiter. Seine Spezialthemen sind Verhandlungstraining, Kundenverblüffung und Telefonverkauf.
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